Hallo!
Nach unserem harten, dreiwöchigen Höhentraining im schweizerischen Engadin, habe ich schließlich vom 4. – 11. August am Olympic Test Event im englischen Weymouth teilgenommen. Quasi eine Simulation der Olympischen Spiele die im kommenden Jahr an gleicher Stelle stattfinden werden. Wie auch bei den Olympischen Spielen, stand lediglich ein Startplatz pro Nation zur Verfügung. In diesem auserlesenen Feld konnte ich nach sechs tägigem Wettkampf schließlich den 9. Platz belegen. Ein Ergebnis das sicher nicht schlecht ist, mit dem ich aber nicht wirklich voll und ganz zufrieden bin. Ich bin in dieser Woche einfach nicht 100% auf Touren gekommen, konnte mein Leistungsvermögen nicht voll abrufen und bin dementsprechend auch nicht so gesegelt/gesurft wie ich es mir vorgestellt habe. Doch warum?
Nach dem Event haben mein Coach und ich natürlich alles ganz genau analysiert. Die komplette Analyse nun hier nieder zu schreiben würde den Rahmen jedoch sprengen. Einer der Gründe war definitiv der Verlauf meiner Saison. Seit Januar war meine komplette Vorbereitung auf das Saisonziel Olympiaqualifikation im Juni ausgerichtet. Eine sehr harte und intensive Zeit, die ich sehr erfolgreich abschließen konnte und wodurch ich mich nun auf einem sehr, sehr guten Wege in Richtung Olympische Spiele 2012 befinde. Doch konnte ich mir aufgrund des anstehenden Test Events nach dieser Phase keine wirkliche Pause gönnen. Dies wiederum führte schließlich dazu, dass ich aufgrund meiner körperlichen, vor allem aber auch mentalen Verfassung nicht mehr mein volles Leistungsvermögen abrufen konnte. Sicher bin ich fit angetreten, doch mein Körper machte schneller schlapp, meine Konzentrationsfähigkeit ließ zu wünschen übrig und somit gab es letztendlich zu viele Aussetzer in den 11 gefahrenen Läufen, die mich am Ende eine bessere Platzierung kosteten. Doch genau diese Punkte stimmen mich eigentlich sehr, sehr positiv. Denn wenn ich in einem so leistungsstarken und engen Feld ohne Topform bereits auf einen 9. Platz fahren kann, dann zeigt es mir, wieviel im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2012 wirklich möglich ist. Klar ist jedoch auch, das noch jede Menge harte Arbeit vor uns liegt und dass es ein sehr, sehr intensives Jahr bis zu den Spielen wird. Bis Anfang September habe ich jetzt allerdings “Ferien”. Zwar mit einigen Sporteinheiten pro Woche, um meine Form nicht zu verlieren, aber dennoch endlich etwas Zeit den Kopf freizubekommen und sich zu erholen, um dann wieder voller Elan ins harte Training einzusteigen.
Nutzen muss ich diese Zeit auch, um eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter auszukurieren, die ich mir im Verlauf des Juli eingefangen habe. Eine schmerzhafte Angelegenheit, die ich aber hoffentlich schnell wieder in den Griff bekommen werde. An dieser Stelle nochmals ein herzliches Dankeschön an den OSP-Stuttgart und seine Physios, die mich in der vergangenen Woche optimal behandelt haben.
Das nächste große Ziel ist die Weltmeisterschaft im australischen Perth. Sobald es auf dem Weg dahin wieder neues zu berichten gibt, werde ich es natürlich sofort posten.
Nun verabschiede ich mich aber erstmal in die “Ferien”…
Bis bald, Toni





