Home / Teamnews

news

Daniel Wiesner Ironman Hawaii



Zwar war es an einigen Stellen ziemlich eng, aber im Gegensatz zu manch anderen Kollegen hab ich wenig Prügel bezogen. Hab allerdings auch keine ausgeteilt, ehrlich :-)

Der erste Wechsel war unterirdisch schlecht, dafür lief es auf dem Bike von Anfang an richtig gut. Ich war ständig auf der Überholspur, ich konnte aber auch an der Anzahl der Leute die ich passierte erkennen, wie schlecht ich doch geschwommen bin. Na ja, positiv denken! Irgendwann so nach 20 km wurde es dann endlich mal weniger und ich versuchte mich ein wenig zurückzuhalten. Ich fand meinen Rhythmus und versuchte penibel immer den Abstand einzuhalten um ja keine Zeitstrafe zu bekommen. Es lief weiterhin echt gut, nun wurde es welliger und es gab einige sinnlose Positionskämpfe. Ich versuchte mich da so gut es geht rauszuhalten indem ich nach vorne weg ging. Hatte gut funktioniert, am Wendepunkt war allein auf weiter Flur. Die ersten Meter zurück waren nur noch geil, leicht abschüssig und Wind von hinten. Bei km 120 war ich mit 3:05 h noch ziemlich im Soll, aber als es dann wieder auf den Highway an der Küste entlang ging, war leider Schluss mit der Ballerei. Nun kam der Wind von vorne. Das ging dann im Prinzip bis Kona so, war mir aber ganz Recht, denn so konnte sich keiner beim Radfahren verstecken und jeder liess Körner. Ich hatte den gesamten Radsplit über absolut keinerlei Probleme, auch nicht als der Wind von vorne kam. Dementsprechend zuversichtlich war ich nun für den Marathon.

Diesmal minimal besser gewechselt und raus auf die Laufstrecke. Der erste "Bodycheck" verlief ganz gut. Ich musste kurz an die ersten Meter in Zürich denken, die fühlten sich doch ein wenig besser an. Aber gut, immerhin konnte ich laufen. Es ging einigermassen und trotz des gefühlten 6er Schnitt wurde ich die ersten km nur von einem überholt. Nach den ersten 5 km stand eine Zeit von etwas unter 21 min, was meine Laune nun doch wieder ein wenig steigen liess. Nun noch kurz den schon längst überfälligen Gang zum Dixie erledigt und dann konnte es weitergehen. Aber nun ging leider gar nichts mehr. Klar, das erste Tief musste mal kommen, also Cola rein was geht. Hilft leider gar nicht, aber trotzdem weiter. Ach ja, warm ist es ja auch wie Sau. Irgendwie geht nicht mehr so richtig viel. Natürlich kommen jetzt schon die ersten, die Überholen. Das hebt die Stimmung auch nicht gerade. Und der Magen meldet sich auch wieder, also ist wieder Dixie-Time angesagt. Super, jetzt auch noch Durchfall! Weiterlaufen heisst die Devise, sofern man das Laufen nennen kann. Irgendwann geht’s zum Energy Lab runter, aber besser geht es mir noch immer nicht. Ich bin nun so bei km 30 und merke, dass das heute nichts mehr wird. Ich versuche noch das Beste draus zu machen, aber auch die letzten 10 km geht es nicht besser. Es zieht sich ohne Ende, irgendwann ist dann aber doch Kona erreicht und ich habe es fast geschafft. Zwischendurch war ich noch mind. 3 x auf dem Dixie, ich hab aufgehört zu zählen. Doch selbst der letzte km, das Ziel vor Augen, lässt sich ziemlich zäh an. Auf der Zielgeraden will mich noch einer überholen, wenigstens dieses Duell gewinne ich noch. Nun ab ins Ziel und das war´s. Immerhin gefinisht, aber meine persönlichen Ziele bei Weitem verfehlt. Warum auch immer, aber ich denke es gibt Schlimmeres!

Gesamtplatz: 127 / Gesamtzeit: 9:37 h

Meine Einzelzeiten: Swim: 1:02 h / Bike: 4:52 h /Run: 3:36