Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon 2018

Am 28.07.2018 wurden die Deutschen Meisterschaften der DTU im Cross-Triathlon ausgetragen. Pate für die Veranstaltung war der Vulkan-Cross-Triathlon in Schalkenmehren mit seiner tollen Naturarena in der Vulkaneifel.

Die Eckdaten des Vulkan-Cross-Triathlon 2018:

  • 1,5km Schwimmen (2 Runden mit Landgang) im Schalkenmehrener Maar (Vulkansee)
  • 32km MTB (2 Runden à 16km) auf Schotterpisten und Trails
  • 9km Crosslauf (3 Runden) über Wiesen, Trails und ein Stück Asphalt

Wer zuvor noch nie etwas über den Begriff Maar gehört hat, sollte dies einmal über Wikipedia nachlesen. Ich selbst wusste nicht so genau was mich da erwartet, aber es ist ein tolles Ergebnis unserer Natur – und eine perfekte Location für einen Cross-Triathlon.

Zum Thema Cross-Triathlon habe ich ja bereits einen kurzen Bericht geschrieben – nachzulesen hier. Daher volle Konzentration auf das sportliche Event in der Vulkaneifel.

Aufgrund der räumlichen Distanz zwischen Markgräflerland und der Vulkaneifel sowie der Möglichkeit vorab eine Streckenbesichtigung der MTB-Runde zu absolvieren, entschied ich mich für eine Anreise am Freitagvormittag. Der Veranstalter hatte einen Sportplatz als Campingzone ausgewiesen, welche kostenlos genutzt werden durfte (inkl. der Infrastruktur mit Strom, Wasser, …). Schon bei meiner Ankunft wurde mir der familiäre Charakter bewusst. Es verging nicht lange, da war ich schon zum Abendessen im Kreis der Athleten eingeladen. Erkenntnis: man sollte definitiv immer mehr als eine Gabel im Gepäck haben – es könnte dir zu einer Einladung zur gemeinsamen Pastaparty verhelfen ;-) Auch die Streckenbesichtigung musste ich nicht allein in Angriff nehmen. Perfekter Start also.

Am Samstagvormittag ging’s nach dem Frühstück zur nahegelegenen Startnummernausgabe. Da der Startschuss erst am Nachmittag fallen sollte, war im Anschluss genügend Zeit zum Richten des Equipments, Bike Check-in und Überblicken der Wechselzone.

Startschuss zum Vulkan-Cross-Triathlon 2018

Beim Betreten der Liegewiese am Maar zum Registrieren des Zeitmesschips für den Schwimmstart wurde ich etwas ruhiger. Einerseits war es sicherlich eine gewisse Konzentration auf den Wettkampf und eine Nervosität bzgl. des Schwimmverlaufs – andererseits war es jedoch auch ein pures Genießen der Natur, der Atmosphäre und der absolut stressfreien Umgebung, wie man sie selten bei einem Wettkampf erlebt.

Pünktlich zum Startschuss ging’s auf die erste Runde in Richtung der ersten Boje. Da sich einige Teilnehmer tendenziell eher nach rechts orientierten und ich mich auf meine eigene Linienwahl verließ, hatte ich diesmal nicht mit körperlichen Auseinandersetzungen wie beim Freiburg Triathlon zu kämpfen. Bei Erreichen der Wendeboje war das Feld dann schon derart entzerrt, dass auch der Weg zurück ein konzentriertes Schwimmen ermöglichte. Das blaue Tor zum Schwimmausstieg war jederzeit gut zu erkennen, so dass man nie den Überblick im Maar verlor. Beim Landgang über die Liegewiese des Naturbades wurde man von den zahlreichen Zuschauern über den Teppich „getragen“, bevor es dann wieder mit einem Sprung vom Steg ins Wasser auf die zweite Schwimmrunde ging.

Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon 2018

Foto: Holger Teusch

In der Wechselzone hieß es schnell den Equipment-Tausch zu vollziehen, um mich auf die Verfolgung der schnelleren Schwimmer zu machen. Dank recht breiter Wege waren Überholvorgänge recht gut zu meistern. Dennoch kündigte ich meine Absicht zur Sicherheit mit einem „Achtung, links“ an, wie es der Veranstalter lobenswerterweise beim Briefing allen Teilnehmern nochmals erklärt hatte – und bis auf eine Ausnahme mit einem darauffolgenden kurzen Meinungsaustausch auch sehr gut funktionierte. Nach der zweiten Runde hatte ich einige Plätze gutgemacht und freute mich auf die finale Disziplin: den Crosslauf. Die Freude wurde kurz nach dem Wechsel durch einen steilen Wiesenanstieg „getrübt“, welcher Körner kostete. Allerdings war danach eine eher flache Passage derart gut zu laufen, dass die Anstrengung schnell vergessen war und ich mich wieder über zahlreiche Platzierungsverbesserungen erfreuen konnte. Die Runde selbst war ein guter Mix aus Trails, Wiesenstücken und Asphalt – bis auf das Anfangsstück eher flach bis leicht wellig. Auf der finalen dritten Runde war jeder vor mir Laufende der gefühlt vor mir Liegende in der Wertung zur Deutschen Meisterschaft und so ging’s mit Zusatztempo in Richtung der Zielgeraden – sodass dann auch die dritte Runde meine zeitschnellste Laufrunde wurde. Im Ziel waren aber doch einige Teilnehmer vor mir, weswegen ich nichts mit dem Ausgang zur Deutschen Meisterschaft zu tun hatte. Dennoch bin ich mit Gesamtrang 35 in 2h40min23s und dem 5. Platz in der Alterskategorie super happy – schließlich war es für mich der dritte Cross-Triathlon mit Premiere im Mai diesen Jahres.

Deutsche Meisterschaft Cross Triathlon

Foto: Werner Neujoks

Mit der Zielankunft war das Event jedoch noch nicht vorbei. Zusammen mit meinen neu kennengelernten „Campingnachbarn“ feierten wir die Zieleinläufe bis hin zur La Ola, stießen mit Sekt auf die erzielten Podestplätze an und füllten unseren Magen beim gemeinsamen Abendessen. Bevor es dann am Sonntag wieder in Richtung Heimat ging, war nochmals Schwimmen im Schalkenmehrener Maar angesagt – Wettkampfwochenende at it’s best!

Sportliche Grüße,
Ronnie Weissenfeld

Deutsche Meisterschaft Cross-Triathlon Ronnie Weissenfeld

Foto: Werner Neujoks

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