Eurobike: GT Grade

Wir sind mit dem Rennrad in Lörrach losgefahren. Jetzt haben wir schon einige Kilometer und fast zweitausend Höhenmeter hinter uns. Dann sehen wir diesen schönen, etwas breiteren Singletrail, der sich am Waldrand der Abendsonne entgegen schlängelt. Wie schön wäre es jetzt, wenn wir Cyclecrosser oder Mountainbikes dabei hätten, dann könnten wir uns nehmen, was so verlockend bereitliegt. Wer solche Situationen nicht kennt, muss jetzt nicht weiterlesen. Für alle anderen könnte das neue GT Grade das heißeste Bike der kommenden Saison sein!

GT Grade Carbon 105
Für leidenschaftliche Radfahrer
Wer in der Freizeit gerne Rennrad fährt, sitzt dabei in der Regel auf einem Renner, der den Bikes der Profis mehr oder weniger nachempfunden wurde. Für professionelle Rennfahrer zählen am Ende des Tages die Sekunden – sonst nichts. Viele Freizeitfahrer hingegen wollen maximalen Genuss, körperliche Bewegung, Erlebnisse mit Freunden. Brauchen diese beiden Gruppen von Radfahrern das selbe Rad? GT sagt, die Anforderungen beider Gruppen sind so unterschiedlich, dass Freizeitfahrer etwas verpassen, wenn sie auf einem Rad sitzen, das für den Rennsport entwickelt wurde. Das ist der Grundgedanke, der hinter dem Grade steht. Das GT Grade wurde für die Bedürfnisse leidenschaftlicher Freizeit-Radfahrer entwickelt.

GT Grade Carbon Ultegra
Relaxte Rahmengeometrie
Rennfahrer sollen alleine schon durch ihre aerodynamische Sitzposition wertvolle Sekunden sparen. Auf dem GT Grade hingegen will sich der Fahrer in erster Line wohlfühlen und optimale Kontrolle über das Rad haben. Rahmengeometrie und Sitzposition des Grade wurden daher konsequent für diese Ziele entwickelt. Das Grade geht dabei noch deutlich weiter als beliebte Langstreckenrennräder wie etwa das Cannondale Synapse. Der Radstand fällt für größere Laufruhe noch etwas länger aus. Das schätzt man am Ende eines langen Tages, denn das Rad ist so noch etwas laufruhiger und sicherer. Der für ein Rennrad sehr flache Lenkwinkel ist ebenfalls ein Garant für Laufruhe und Fahrsicherheit. Für eine entspannte Sitzposition, in der man das Rad gut bewegen und kontrollieren kann, ist der Reach des Grad recht kurz, der Stack vergleichsweise lang – nicht nur verglichen mit einem gewöhnlichen Rennrad, sondern auch im Vergleich zum erwähnten Cannondale Synapse.

GT Grade Sitzstreben
Fahrkomfort und Steifigkeit
Doch Fahrkomfort ergibt sich nicht nur aus einer entspannten Sitzposition. Wer schon auf einem gewöhnlichen Carbonrenner gesessen ist, weiß, wie direkt viele dieser Räder selbst kleinste Fahrbahnunebenheiten direkt ins Rückenmark weiterleiten. Das Grade verfügt über konstruktive Eigenheiten, die den Rahmen auf gröberen Strecken sehr komfortabel und im Endeffekt auch schneller machen. Das Triple Triangle Design des Hinterbaus fällt sofort ins Auge. Dieseitlich am Oberrohr etwas nach vorne gezogenen Sitzstreben erhöhen nicht nur die seitliche Verwindungssteifigkeit des Grade. Sie reduzieren Vibrationen und lassen vor allem Platz für Reifen bis zu einer Breite von mindestens 35mm! Der Grade-Fahrer kann sich also durchaus bei Cyclecross-Reifen bedienen, wenn er die Möglichkeiten des Konzepts voll ausreizen möchte. In der Serie sind 28mm Reifen montiert, die Rennradtypisch leicht laufen, aber schon einen spürbaren Zuwachs an Fahrkomfort und Traktion bieten. Die im Gegensatz zu den massiven Kettenstreben sehr dünnen Sitzstreben der Carbonmodelle bestehen übrigens aus einen steifen Glasfaserkern mit vibrationsdämpfender Carbonummantelung.
An den Carbonmodellen ist zudem eine weitere Neuheit montiert: Eine komfortbetonte Carbongabel mit 15mm Steckachse. Spursteifigkeit und definierter vertikaler Flex sind kein Widerspruch! Am Heck gibt das Grade übrigens im tatsächlichen Fahrbetrieb bis zu 11mm „Federweg“ frei.

GT Grade Triple Triangle
Vielseitigkeit und Fahrvergnügen
Mit diesen Genen ist das GT Grade das vielseitigste Rennrad, das wir kennen. Es eröffnet seinem Fahrer Strecken und Möglichkeiten, die ansonsten Cyclocross- oder Mountainbike-Fahrern vorbehalten sind. Auf der Strasse – wohlgemerkt – ist man aber immer noch auf einem echten Rennrad unterwegs und kommt entsprechend zügig voran. Mit seiner etwas aufrechteren Sitzposition ist das Grade auch für sportliche Alltagsfahrer eine interessante Option. Für alle Fälle können am Grade auch Schutzbleche und Gepäckträger montiert werden. Alltagsfahrer schätzen ab Herbst auch die Möglichkeit, etwas dickere, stärker profilierte Reifen aufzuziehen.

GT Grade Steckachse
Fazit
Mit dem Grade greift GT Trends und Bedürfnisse auf, die andere Hersteller bislang nicht in dieser Konsequenz berücksichtigen. Das Grade wird vielen Radfahrern neue Horizonte eröffnen. Aus diesem Stück haben wir auch einige Bikes für den Shop geordert. Die 2015er Modelle werden ab Oktober ausgeliefert. Dann könnt ihr sie bei und in natura erleben!

Modellvarianten
Wir führen das Grade in drei Modellvarianten. Davon eine mit Aluminiumrahmen und zwei aus Carbon, das es dem Konstrukteur ermöglicht, Eigenschaften wie Fahrkomfort, Steifigkeit und Rahmengewicht sehr zielgerichtet zu realisieren.
Aluminiumrahmen mit Shimano 105 Schaltung: GT Grade Alloy 105
Carbonrahmen mit Shimano 105 Schaltung: GT Grade Carbon 105
Carbonrahmen mit Shimano Ultegra Schaltung: GT Grade Carbon Ultegra 2015

Und hier noch zwei Videos, in denen GT euch das Konzept in bewegten Bildern präsentiert :)



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